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Wie spare ich Energiekosten mit neuen Fenstern?

Die Wohnungsnebenkosten, insbesondere für Heizung und Strom, steigen immer weiter, ein Ende ist nicht in Sicht. Gegensteuern lässt sich nur dadurch, dass der Energieverbrauch gesenkt wird. Neben dem Nutzerverhalten spielen zwei Faktoren dabei eine Rolle: Wärmeverluste können durch stärkere Dämmung an Außenwänden und Dächern, durch neue Fenster und durch eine verbesserte Ventilation reduziert werden. Die Effizienz der eingesetzten Energie lässt sich durch den Einbau moderner Heizungsanlagen verbessern.

Moderne Fenster sind also ein Baustein bei der Thermomodernisierung, die für geringere Heizkosten sorgen soll. Um hier eine gute Auswahl zu treffen, sollte man sich mal genauer damit beschäftigen. Viele Planer und Bauherren konzentrieren sich lediglich auf die Scheiben und darauf, ob sie einen U-Wert von 1,1 oder 1,0 W/m2K aufweisen. Dabei lassen sie außer Acht, dass die Scheibe nur eins von mehreren Fensterelementen ist, welche die Wärmeisolierung beeinflussen. Die Standardscheibe hat eine Kammer, die aus zwei Glastafeln gebildet wird, von denen eine Tafel mit einer Geringemissionshülle ausgestattet ist. Die Kammer, also der Scheibenzwischenraum ist mit Argon ausgefüllt. Ein wichtiges Scheibenelement ist der Abstandhalter aus Aluminium. Um die Scheibeneigenschaften zu verbessern, benutzt man „warme Halter“, das sind Abstandhalter aus Edelmetall oder Kunststoff. Bessere Isolierungseigenschaften mit einem U-Wert von 0,7 W/m2K bieten 2-Kammerfenster, die ebenfalls mit Argon ausgefüllt sind, oder Krypton gefüllte Fenster, die sogar einen U-Wert von 0,5 W/m2K erreichen.

Noch vor einigen Jahren bestanden Standardrahmen und -fensterflügel aus drei Kammern mit einer Profilbreite von ca. 60 mm. Darauf aufbauend wurden weitere Profiltypen mit vier und fünf Kammern entwickelt. Die zusätzlichen Kammern in den Profilen verursachten allerdings einen Steifheitsverlust des Fensters, weil sie dem Rahmen Platz für die Stahlbefestigung nahmen. Mittlerweile ist ein neuer Profilstandard mit einer Breite von 70 mm und mehr auf dem Markt gängig. Die ersten Profile dieses Standards basierten auf drei oder vier Kammern. Viele Kunden orientieren sich noch immer zuerst an der Kammeranzahl und nicht an der Profilbreite und dem Wärmeeindringungskoeffizienten. Dabei ist mittlerweile klar, dass das breite 3-Kammerprofil (70 mm) mit Uf=1,4 - 1,5 W/m2K einen besseren Wert erzielt als das schmale 5-Kammerprofil (60 mm) mit Uf=1,8 - 1,9 W/m2K. Deshalb sollte bei einem Vergleich der Profilsysteme zuerst die Breite der Profile herangezogen werden und dann erst die Anzahl der Kammern.

Auch die Art der verwendeten Dichtung hat Einfluss auf die Fensterisolierung. Dabei unterscheidet man zwischen Fenstern mit Außendichtung (AD) und Fenstern mit Mitteldichtung (MD). In AD-Systemen ist eine Dichtung an der Außenseite des Rahmens platziert, die zweite ist im Flügel an der Innenseite angebracht. Bei Fenstern mit Mitteldichtung ist die Kammer zwischen dem Rahmen und dem Flügel durch eine Dichtung in zwei kleinere Kammern geteilt, in die sog. „feuchte“ und „trockene“ Kammer. Je nach angewendeter technischer Lösung können diese Systeme zwei oder drei Dichtungen beinhalten (die dritte Dichtung wird optional eingesetzt).

Ein weiterer Einflussfaktor ist das Versteifungselement, bei PVC Fenstern ist das in der Regel ein Stahlprofil. Dies ist allerdings ein sehr guter Wärmeleiter. Um Wärmeverluste zu verringern, werden Versteifungselemente mit besseren Isolierungseigenschaften eingesetzt. Diese thermischen Befestigungen bestehen entweder aus Polymer/Glas-Verbundwerkstoffen, die mit Polyurethanschaum gefüllt sind, oder es werden thermische Stahlbefestigungen aufgebaut, bei denen zwei Stahlelemente mit einem Plastikelement verbunden sind.

Die Isolierungseigenschaften eines Fensters werden von folgenden Faktoren bestimmt:

- Wärmedurchgangskoeffizient der Scheibe (Ug),

- Breite der Profile (breitere Profile sind in der Regel wärmer als schmalere),

- Anzahl der Kammern (theoretisch: je mehr Kammern, desto besser)

- Dichtungsarten (Anzahl, Anordnung und Form der Dichtungen)

- Art der angewandten Verfestigung (Größe, Form, Struktur und Art des verwendeten Materials).